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Partner:

Blutspendedienst West

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Kontakt

Organisationsbüro des Zukunftskongress

c/o iserundschmidt Bonn

Tel.: 0228 / 9165 55 35

kontakt@engagement-heute.drk.de

Eine Aktion im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011

gefördert vom

Helfende Hand 2011

Karen Sheldon, British Red Cross

Wir haben uns sehr über die Möglichkeit gefreut, uns am vergangenen Montag mit Karen Sheldon im DRK Generalsekretariat über die Bedeutung des Ehrenamts und der Freiwilligentätigkeit in Großbritannien sowie den anstehenden DRK Zukunftskongress unterhalten zu können.

Zur Person

Karen Sheldon ist Humanitarian Action and Engagement Manager beim Britischen Roten Kreuz. Zum Britischen Roten Kreuz ist Karen im Jahr 2000 gekommen, nachdem sie fünf Jahre lang für das DRK gearbeitet und die Freiwilligendienste sowie den Europäischen Freiwilligendienst etabliert hat. Heute leitet sie ein Team, das junge Menschen dabei unterstützt, die passende ehrenamtliche Tätigkeit zu finden und auszuüben. Darüber hinaus koordinieren Karen Sheldon und ihr Team die Aktivitäten rund um den Europäischen Freiwilligendienst und halten engen Kontakt zu den Kollegen beim DRK/JRK. Beim Britischen Roten Kreuz engagieren sich ca. 30.000 Freiwillige, ca. 20% davon sind 15 bis 25 Jahre alt. Wenn es darum geht, wie man Jugendliche dazu motiviert, sich langfristig zu engagieren, ist Karen Sheldon ein Profi. Wir sind sehr stolz, dass wir sie als Referentin für den DRK Zukunftskongress „Engagement heute“ gewinnen konnten.

Hintergrund

Die Bereitschaft sich zu engagieren ist in Großbritannien historisch in der Gesellschaft verankert. Der Staat spielt in Großbritannien eine deutlich kleinere Rolle als in Deutschland. Das ist ein Grund dafür, dass es für viele Jugendliche ganz selbstverständlich ist, sich ehrenamtlich zu engagieren. Was der Staat nicht ausreichend leistet, übernehmen oftmals Volunteers. Dabei gilt, dass jeder mit wenig Zeitaufwand pro Woche etwas leisten und bewegen kann. Das umfasst beispielsweise Tätigkeiten wie das Einkaufen für eine Seniorin aus der Nachbarschaft, das Engagement im Sanitätsdienst oder die Mitarbeit in einem der zahlreichen Wohlfahrts-Shops, wie man in Deutschland zum Beispiel die Oxfam-Shops kennt.

Freiwilligenaustausch: Die Kooperation mit dem DRK

Die Kooperation zum Freiwilligenaustausch zwischen dem Deutschen und dem Britischen Roten Kreuz besteht bereits seit 1995 und stellt eine echte Erfolgsgeschichte dar. 2011 leisten neunzehn Freiwillige aus Deutschland einen einjährigen Freiwilligendienst auf der Insel. Aktuell gibt es rund 14 Projekte, in Großbritannien in denen Jugendliche aus dem Ausland mitwirken können; in Deutschland sind es bisher fünf, in denen das DRK in diesem Jahr drei britische Jugendliche aufgenommen hat.

Karen, wie siehst Du die Zukunft des Ehrenamts? Hast Du einen Traum oder eine Vision?

K.S.: Weil die Bevölkerung immer älter wird, muss im Bereich Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit ein Umdenken stattfinden. Während früher viele Tätigkeitsbereiche in Familien oder der Nachbarschaft organisiert und erledigt wurden, ist das heute häufig nicht mehr so einfach möglich.

Organisationen und Verbände werden vermehrt „einfache“ Engagementsangebote schaffen müssen. Denn auch mit wenig Zeitaufwand und Vorkenntnissen kann man als Einzelner einiges bewegen. Und natürlich hoffe ich sehr, dass noch mehr Jugendliche die Chance erhalten, sich ein Jahr in einem anderen Land für ein Projekt zu engagieren. Wie die Erfahrung gezeigt hat, bleiben viele dabei und engagieren sich weiter oder sind auch später noch ansprechbar und stärken die Rotkreuz-Gemeinschaft.

Welche Erwartungen hast Du an den Kongress?

K.S.: Das Tagungsprogramm ist vielfältig, engagiert und sehr inspirierend! Ich hoffe, das die Teilnehmenden, sowohl aus dem DRK als auch externe, offen sind die zukünftigen Möglichkeiten und Herausforderungen im Bereich Freiwilligentätigkeit. Ich freue mich darauf, Ideen zu teilen und wunderbare Kontakte knüpfen zu können!

Was können die Teilnehmer Deines Workshops „Exchange statt one-way: Vom Nutzen, Freiwillige aus Partnerländern aufzunehmen“ erwarten?

In unserem Workshop soll es einmal darum gehen, die langjährigen Erfahrungen beider Seiten im Rahmen des Freiwilligenaustauschs zu beleuchten und die Vorteile für beide Seiten herauszustellen. Ich bin sehr froh, mit Christian Blümel vom Kreisverband Braunschweig-Salzgitter einen Gesprächspartner zu haben, der sich seit Jahrzehnten beim DRK engagiert und viel zur deutschen Sicht beitragen kann. Zusammen möchten wir aufzeigen, welche Chancen sich bieten, wenn wir jungen Menschen aus dem Ausland einen Freiwilligendienst in Deutschland ermöglichen und Freiwillige mit dem Deutschen Roten Kreuz ins Ausland gehen.

Auch soll es darum gehen, wie so eine Freiwilligenaustausch-Kooperation funktionieren kann und wie sehr man als Organisation, Kreis- oder Landesverband davon profitieren kann, einen jungen Menschen aus dem Ausland aufzunehmen. Soziales Engagement schafft Freude, Selbstvertrauen, Anerkennung und neue Freunde. Und ganz nebenbei lernen die Gastgeber und die Jugendlichen selbst eine andere Kultur und andere Lebensgewohnheiten kennen - das stärkt enorm. Seit 2004 ist beispielsweise die Anzahl der jungen Leute, die sich beim Britischen Roten Kreuz engagieren, um mehr als 12% gestiegen. Dass viele Verbände durch den Freiwilligenaustausch positive Erfahrungen mit jungen Leuten aus dem In- und Ausland gemacht haben, ist einer der Gründe dafür.

Mit welchem Gefühl sollen Teilnehmer Deine Session (und den Kongress) verlassen?

Ich wünsche mir, dass viele Teilnehmer motiviert in ihre Verbände gehen und Lust haben, dort für den Internationalen Freiwilligenaustausch zu werben. So ein Freiwilligenaustausch ist für alle eine Herausforderung und durchaus mit Aufwand verbunden - aber es lohnt sich auf jeden Fall!

Die Session mit Karen Sheldon und Christian Blümel findet am Samstag, 29.10.2011, 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr, im Rahmen des Forums „Engagement in Freiwilligendiensten – in Deutschland und weltweit“ statt.

British Red Cross: Volunteering for young people - "Be a superhero"

 

Susan Ellis beim DRK Zukunftskongress

Susan Ellis, eine der bekanntesten Freiwilligenmanagerinnen der USA, wird eine der Redner/innen auf dem DRK Zukunftskongress „Engagement heute – Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit“ sein. Als Gründerin und Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Energize berät Susan Ellis seit über 30 Jahren ehrenamtliche Organisationen auf der ganzen Welt und hat zahlreiche Bücher zum Thema veröffentlicht.

Mehr Informationen zu Susan Ellis auf www.energizeinc.com.