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Organisationsbüro des Zukunftskongress

c/o iserundschmidt Bonn

Tel.: 0228 / 9165 55 35

kontakt@engagement-heute.drk.de

Eine Aktion im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011

gefördert vom

Helfende Hand 2011

DRK Zukunftskongress

Messe und Congress Centrum Halle Münsterland

"Offener, jünger, älter, gemeinsamer" - die Münsteraner Erklärung des Deutschen Roten Kreuzes zum bürgerschaftlichen Engagement

Link zum Download (2 MB, pdf-Datei)

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Das Programmheft zum Herunterladen:

Link zum Download (5 MB, pdf-Datei)

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+ News zum Kongress +

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Pressematerial zum Kongress:

Pressemitteilung vom 30.10.2011: "Münsteraner Erklärung" - DRK-Leitlinien für die Zukunft des Ehrenamts: Vielfalt, Spontanität, Anerkennung

Pressemitteilung vom 28.10.2011: Emnid-Studie zum ehrenamtlichen Engagement: Gleichgültige Generation 60+?

Hintergrund-Information, Zusammenfassung: Emnid-Studie zum ehrenamtlichen Engagement

Emnid Studie zum Zukunftkongress

Download Pressematerial gesamt

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Anerkennung als Fortbildungsmaßnahme für Ärzte!

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retter.tv berichtet vom Zukunftskongress „Engagement heute“

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Neu: Referenten-Portrait: Dr. Jürgen Wallner, Medizin-Ethiker

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Neues Forum: "Engagement in Rotkreuzgemeinschaften und anderen Organisationen"

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Angela Merkel im Interview des Rotkreuzmagazin zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit und zum Zukunftskongress "Engagement heute", S. 24-25.

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Berlin, 27.5.2011: "Be a superhero": Interview mit Karen Shedon, British Red Cross

 

„Offener, jünger, älter, gemeinsamer“- Münsteraner Erklärung des Deutschen Roten Kreuzes zum bürgerschaftlichen Engagement

Deutschland hat es ganz gut. Ein Drittel der in Deutschland lebenden Bürger und Bürgerinnen engagiert sich in Vereinen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften und Organisationen der Zivilgesellschaft. Das Engagement beruht auf einer langen gesellschaftlichen Tradition, die sich zunehmend wandelt von der Pflichterfüllung hin zum Willen, die eigene Umgebung und die Gesellschaft positiv mitzugestalten. Dies geschieht in intakten Gemeinden, aber auch an sogenannten sozialen Brennpunkten, im Alltag und in akuten Notfällen, national und international, im kleinen Maßstab der Nachbarschaft wie im großen der Katastrophenhilfe.

Gemeinsam ist dem heutigen Engagement der stete Balanceakt zwischen Erwerbstätigkeit, Privatleben und Engagement. Und die stetig wachsenden Anforderungen an das Ehrenamt – sei es in der Professionalisierung, in der zeitlichen Beanspruchung, in der persönlichen Bildung. Um in Zukunft die Vision eines lebenslangen Engagements zu ermöglichen, sind Veränderungen nötig – intern wie extern.

  1. Offener: Ehrenamt muss man sich leisten können – sei es als Arbeitnehmer, Selbstständiger oder Jugendlicher; gerade für Menschen aus sozial schwachen Verhältnissen sind die sozialen Hürden des Engagements besonders groß. Das Ehrenamt muss daher sozial, aber auch kulturell, offener werden.
  2. Jünger: Ehrenamt kann man lernen. Der Prozess beginnt idealerweise im Schulalter – durch Vorbilder aus der Familie, dem direkten Umfeld und der Schule. Dieser Prozess erreicht nur die bereits ehrenamtsnahen Gruppen – hier sollten vermehrt Möglichkeiten für jugendliches Engagement geschaffen werden.
  3. Spontaner: Das Ehrenamt für einen Tag. Wie sich immer mal wieder kurzfristig engagieren? Manche Bürger und Bürgerinnen scheuen eine dauerhafte Verpflichtung – kurzfristige, spontane erfüllbare Ehrenämter können flexible Tätigkeiten ermöglichen.
  4. Älter: Fit durch Engagement: Wie können sich Bürger und Bürgerinnen nach dem Berufsleben weiter engagieren, wie können sie unterstützt werden, wo sind ihre Erfahrungen besonders wertvoll? Ältere sind bald die Mehrheit. Ihre Erfahrungen sind besonders wertvoll, aber noch zu wenig genutzt. Das Engagement Älterer soll als wertvolle Ressource noch besser in die Bürgergesellschaft einbezogen werden.
  5. Gemeinsamer: engagiert, online, mobil – das neue Ehrenamt? Die Konvergenz von Informationstechnologien, Internet und realem Leben wird immer ausgeprägter – diese Entwicklung wird auch das Ehrenamt prägen. Institutions- und organisationübergreifende Ansätze zur Vernetzung sollen gestärkt werden.
  6. Anerkannter: Basis des bürgerschaftlichen Engagements ist die gesellschaftliche Anerkennung und Förderung ehrenamtlicher Arbeit. Die lokalen und gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen daher stets überprüft und ggfs. korrigiert werden. Aber auch die Wirtschaft muss ihre Mitverantwortung für eine zukunftsgerichtete Bürgerge-sellschaft übernehmen.

Grußwort des Schirmherrn Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages

„Nach ‚lieben‘ ist ‚helfen‘ das schönste Zeitwort der Welt.“ Dieser Satz der österreichischen Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner passt gut zum Roten Kreuz und dem Zukunftskongress „Engagement heute – Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit“. Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes, gleich ob ehren- oder hauptamtlich, helfen. In Deutschland und überall in der Welt, stets hochprofessionell und immer mit Leidenschaft. Zudem war Bertha von Suttner eng befreundet mit dem Gründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant, dessen Todestag sich während des Kongresses, am 30. Oktober, zum 101. Mal jährt. Die beiden Friedensnobelpreisträger verband der Wille, die Welt besser zu machen. Das wollen auch die mehr als 400.000 Menschen, die sich hierzulande ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz engagieren. So verschieden sie alle sind, haben sie doch eines gemeinsam: Sie helfen zu helfen. Denn ohne seine Freiwilligen würde das Deutsche Rote Kreuz überhaupt nicht arbeiten können; ohne seine Ehrenamtlichen würden auch die hauptamtlich Tätigen kaum in der Lage sein, Hilfe zu leisten.

Bürgerschaftliches Engagement ist wichtig für unsere Zukunft. Engagierte leisten schon heute einen unermesslichen Beitrag zum Zusammenhalt in unserem Land, sie machen unsere Gesellschaft lebens- und oft auch liebenswert. Kaum eine der Herausforderungen, vor denen wir stehen, wird sich ohne den Einsatz von Freiwilligen bewältigen lassen – gleich, ob es um gelingende Integration, gute Bildung, würdige Pflege von Kranken und älteren Menschen, die Betreuung von Menschen mit Behinderungen oder um Hilfe in der Not geht. Auch die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes sind in vielen dieser Bereiche aktiv. Dieses Engagement zu fördern, zu stärken und anzuerkennen, ist eine wichtige Aufgabe. Der DRK-Zukunftskongress kann hierzu mit seiner Münsteraner Erklärung einen großen Beitrag leisten. Das gleiche Ziel hatte die Europäische Kommission im Sinn, als sie 2011 zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit ausrief. Denn – wie vor Ort im Kleinen – gilt auch auf der europäischen Ebene, dass ehrenamtliches Engagement eine Form der gelebten Bürgerbeteiligung ist, die unsere gemeinsamen europäischen Werte wie Solidarität und sozialen Zusammenhalt festigt. Und nicht zuletzt gibt der freiwillige Einsatz, der zumeist im unmittelbaren Lebensumfeld stattfindet, Menschen Halt und Heimat. Wer sich engagiert, tut anderen etwas Gutes, aber auch sich selbst, weil Engagement Lebenssinn stiftet. Dieser Einsatz ist keine Pflichtübung – genauso wenig, wie die Arbeit von Ehrenamtlichen als eine Art Ausfallbürgschaft für leere Kassen missbraucht werden darf. Schon in der Bibel steht, dass die Nächstenliebe und die Selbstliebe zusammengehören, ja sogar einander bedingen. Lieben und helfen – nach Bertha von Suttner die schönsten Verben der Welt – stehen eben in einem engen Verhältnis.

Ich wünsche allen Teilnehmern des Zukunftskongresses eine ertragreiche Arbeit.

Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages




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Kooperation

Der Kongress findet in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Roten Kreuz statt.